DER WEG ZUM EIGENEN KIND

Therapien

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IVF / ICSI

Eine In-vitro-Fertilisation (IVF), auch künstliche oder Reagenzglas-Befruchtung genannt, führen wir in folgenden Fällen durch:
  • Die Eileiter der Frau sind verschlossen.
  • Mehrere Befruchtungsversuche haben keinen Erfolg gebracht.
  • Die Spermaqualität des Mannes ist unzureichend.

Bei der IVF sorgt zunächst die Gabe bestimmter Hormone dafür, dass der Eisprung stattfindet und mehrere Eibläschen gleichzeitig heranreifen. In einem kleinen Eingriff unter Vollnarkose entnehmen wir diese Eibläschen durch die Scheide (Follikelpunktion). Die gewonnenen Eizellen werden dann im Reagenzglas mit den Spermien des Partners zusammengeführt.

Die Samen- und Eizellen entwickeln sich in einem Wärmeschrank, der die Bedingungen im Eileiter nachempfindet. Nach etwa 20 Stunden lässt sich erkennen, ob der Befruchtungsvorgang eingesetzt hat. Die entstandenen Embryonen können bis zum Embryotransfer 4-5 Tage kultiviert werden. Während dieser Zeit werden solche Embryonen für den Embryotransfer ausgewählt, die die besten Chancen zum Einnisten haben. Die Embryonen, die übrig bleiben, können kryokonserviert (eingefroren) werden.
Der Intracystoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) geht dieselbe Vorbehandlung voraus wie der IVF. Im Labor wird ein einzelnes Spermium nun aber nicht nur mit den Eizellen zusammengeführt, sondern mit einer speziellen Hohlnadel direkt in die Eizelle injiziert.

Die ICSI-Behandlung wird in folgenden Fällen durchgeführt:
  • Die Spermaqualität ist deutlich eingeschränkt (weniger als fünf Millionen Spermien pro Milliliter).
  • Die künstliche Befruchtung ist fehlgeschlagen (so genannte Nullbefruchtungen).
  • Es liegen unterschiedliche morpho-logische Störungen der Spermien vor.