DER WEG ZUM EIGENEN KIND

Therapien

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Kryokonservierung

Bei der Befruchtung außerhalb des Körpers (IVF/ICSI) bestehen die besten Chancen auf eine Schwanger-schaft, wenn mehrere befruchtete Eizellen zur Auswahl für den Transfer zur Verfügung stehen. Deshalb wird durch den Stimulations-zyklus die Reifung von 5 bis 15 Eizellen angeregt.

Um das Risiko von Mehrlings-Schwangerschaften gering zu halten, werden bis zum 35. Lebens- jahr nur zwei, danach im Einzelfall auch drei Embryonen in die Gebär-mutterhöhle gebracht.

Die restlichen Embryonen können tiefgefroren (kryokonserviert) werden und stehen dann in einem späteren Zyklus für einen Embryotransfer bereit. So kann auf die erneute Stimulation der Eierstöcke mit Hormonspritzen, auf die Follikel-punktion und auf Durchführung der ICSI-Methode für einen oder mehrere Zyklen verzichtet werden. Die Kryokonservierung in flüssigem Stickstoff bei –196°C ist ein kompliziertes und technisch auf- wendiges Verfahren, das mehrere Stunden dauert. Es wird seit vielen Jahren klinisch angewendet, ohne dass eine nachteilige Wirkung auf Embryonen oder geborene Kinder beobachtet wurde.
Nach dem Auftauen werden 2 Embryonen in die Gebärmutterhöhle eingebracht (Embryotransfer). Den hieraus resultierenden Behandlungs-zyklus bezeichnet man als Kryo-Embryotransfer-Zyklus oder Auftauzyklus.

Die Schwangerschaftsraten im Kryo-Embryotransfer-Zyklus liegen – bezogen auf die Anzahl der eingesetzten Embryonen – etwas niedriger als im Stimulationszyklus mit Follikelpunktion.