DER WEG ZUM EIGENEN KIND

Therapien

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Medikamente

Bei ungewollter Kinderlosigkeit gehört häufig eine medikamentöse Therapie zur Behandlung. Beispielsweise kann es notwendig sein, die Reifung der Eizellen anzuregen oder eine Gelbkörperschwäche zu behandeln.

Clomiphencitrat regt die Reifung der Eizelle an den Eierstöcken an und löst den Eisprung aus. Durch seine anti-östrogene Wirkung kann es Nebenwirkungen hervorrufen, die den typischen Begleitsymptomen der Wechseljahre ähneln, z.B. Hitze-wallungen, Kopfschmerzen oder depressive Verstimmungen.

Die Einnahme von Clomiphencitrat sollte maximal über 3-6 Zyklen und nur unter ständiger Kontrolle erfolgen, um eine Überstimulation oder eine Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden.

Gonadotropine sind Hormone, die in der Hirnanhangdrüse gebildet werden. Sie stimulieren die Eierstöcke.
Das Schwangerschaftshormon HCG wird verwendet, um den Eisprung auszulösen. Es wird der Patientin durch eine einmalige Injektion zugeführt. 

Während einer Kinderwunsch-Behandlung ist es nötig, die natürliche Aktivität der Hormone der Frau vorübergehend „stillzulegen“. So lassen sich die gewünschten Schritte ganz gezielt zum richtigen Zeitpunkt einleiten. Die Patientin wird mit Hilfe von so genannten GnRH-Analoga sozusagen in die „Wechseljahre“ versetzt, um beispielsweise einen verfrühten Eisprung zu verhindern. Wenn die Behandlung abgeschlossen ist, reguliert sich der natürliche Zyklus wieder von selbst.

Diese Medikamente stehen keinesfalls im Verdacht, Langzeitfolgen oder ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich zu bringen. Clomiphencitrat sollte allerdings wegen möglicher Spätfolgen nicht über einen langen Zeitraum eingenommen werden.