Der Weg zum eigenen Kind

Zusätzliche Möglichkeiten

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Eizellspende

Für Frauen, bei denen die Qualität der Eizellen nicht ausreichend ist, ist die Behandlung mit Eizellen einer Spenderin oft die einzige Möglichkeit, schwanger zu werden.

Die Spenderinnen
Wir suchen die passende Spenderin gemeinsam mit Ihnen so aus, dass ihre äußerlichen Merkmale wie Größe, Augenfarbe und Haarfarbe sowie ihre Blutgruppenmerkmale bestmöglich zur Empfängerin passen.

Unsere Datenbank umfasst derzeit ungefähr 200 Spenderinnen. Es handelt sich selbstverständlich nur um Frauen, deren medizinische Vorgeschichte absolut unbelastet ist. Durch genetische Voruntersuchungen stellen wir sicher, dass weder Erbkrankheiten noch konstitutionelle oder chronische Erkrankungen vorliegen. Die Eizellspenderinnen müssen zudem frei von Infektions-krankheiten wie z. B. HIV oder Hepatitis sein.

Sie dürfen maximal 35 Jahre alt sein und sollten nach Möglichkeit eigene gesunde Kinder haben, damit ihre Zeugungsfähigkeit gesichert ist.

Der Ablauf

Bei der Eizellspende werden die Eier- stöcke der jeweiligen Spenderin mit Hilfe von Medikamenten stimuliert, so dass mehrere Eizellen heranreifen. Einige Tage später werden der Spenderin unter Narkose die Eizellen entnommen und anschließend künstlich befruchtet. Die entstehenden Embryonen werden der Empfängerin eingesetzt.

Vor der eigentlichen Behandlung erfolgt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Anschließend führt der Arzt die gynäkologische und eine Ultraschall-untersuchung durch. Parallel dazu wird, wenn möglich, das Sperma des Mannes untersucht und kann auch kryokonserviert (eingefroren) werden. Die Patientin erhält zudem Medikamente, die ihre Gebärmutter-schleimhaut auf den Embryotransfer vorbereiten.

In den meisten Fällen kann die Behandlung schon im nächsten Menstruationszyklus durchgeführt werden. Der Embryotransfer findet ungefähr am 20. Zyklustag statt – den genauen Termin kennen wir aber erst, nachdem wir die Eizellen der Spenderin gewonnen haben.

Jeder Patientin wird eine Eizell-spenderin zugeordnet. Obwohl die Spenderinnen jung und gesund sind, kann es passieren, dass sie nicht auf die Behandlung reagieren. In diesem Falle unterbrechen wir die Behandlung und führen sie im nächsten Zyklus mit einer anderen Spenderin fort.

Durch die Kryokonservierung sinkt die Spermienqualität – deshalb werden die Eizellen durch die ICSI-Methode befruchtet: Die Embryonen werden 4-5 Tage kultiviert, also so lange, bis sie das so genannte Morulla- oder Blastozysten-Stadium erreicht haben. Durchschnittlich entwickeln sich nur 30-50% der Embryonen so weit. Die verlängerte Kultivierung ermöglicht, genau die Embryonen zum Transfer auszuwählen, welche die be- sten Chancen haben, sich einzunisten. Generell transferieren wir zwei Embryonen, in Ausnahmefällen auch drei.

Der Embryotransfer ist eine schmerzfreie Prozedur. Die Embryonen werden unter Ultraschall-kontrolle mit einem dünnen Katheter durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Nach dem Embryotransfer sollte die Patientin 20 Minuten auf dem Bauch liegen und danach zwei Stunden im Bett bleiben.

Die gesetzlichen Bestimmungen sehen vor, dass unsere Patienten, das geborene Kind und die Spenderin anonym bleiben.